Stellungnahme zur Klage der EU

AstraZeneca bedauert die Entscheidung der Europäischen Kommission, rechtliche Schritte wegen der Lieferung von COVID-19-Impfstoffen einzuleiten.

Nach einem beispiellosen Jahr wissenschaftlicher Errungenschaften, sehr komplexer Verhandlungen und Herausforderungen bei der Herstellung, steht unser Unternehmen kurz davor, bis Ende April – unserer Prognose entsprechend – rund 50 Millionen Dosen an europäische Länder zu liefern. AstraZeneca hat das Advance Purchase Agreement mit der Europäischen Kommission vollständig eingehalten und wird sich vor Gericht entschieden verteidigen. Wir glauben, dass jeglicher Rechtsstreit unbegründet ist, und wir begrüßen die Gelegenheit, diesen Streit so schnell wie möglich beizulegen.

Wir schätzen die Arbeit, die von politischen Entscheidungsträgern und medizinischen Fachleuten in den Mitgliedsstaaten geleistet wurde und die die Einführung von Impfkampagnen in Europa ermöglicht hat. Wir sind entschlossen, so gut wir können zu helfen. Die Herstellung von Impfstoffen ist schwierig, wie die Lieferschwierigkeiten mehrerer Unternehmen in Europa und auf der ganzen Welt zeigen. Wir machen Fortschritte bei der Bewältigung der technischen Herausforderungen und unsere Produktionsleistung verbessert sich. Doch der Produktionszyklus eines Impfstoffs ist sehr lang. Das bedeutet, dass diese Verbesserungen Zeit brauchen bis sie sich in einer höheren Anzahl fertiger Impfstoffdosen niederschlagen.

In der EU und in vielen anderen Ländern liegt noch viel Arbeit vor uns im Kampf gegen die schreckliche Pandemie und bei der Umsetzung von Impfprogrammen. AstraZeneca kommt hier eine wichtige Aufgabe zu und unsere Absicht bleibt bestehen, dieser Aufgabe während der Pandemie in der EU und weltweit auf faire und gerechte Weise nachzukommen, ohne dabei Gewinn zu machen.

Die EU hat die COVAX-Initiative zur gerechten Verteilung von Impfstoffen an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen unterstützt. AstraZeneca ist derzeit der führende Lieferant für COVAX in mehr als 100 Länder und stellt 97% der bisherigen Lieferungen bereit. Jede Dosis wurde mit Impfserum hergestellt, das von außerhalb der EU stammt.

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der EU-Kommission, um so viele Menschen wie möglich zu impfen. Viele Tausend unserer Mitarbeiter, die rund um die Uhr arbeiten, sind von der Passion getrieben, der Welt zu helfen, ohne dabei Profit zu machen. Sie sind auch weiterhin fest entschlossen, unseren Impfstoff an die Menschen in Europa und auf der ganzen Welt zu liefern.