AstraZeneca und die Universität Oxford kündigen ein wegweisendes Abkommen zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 an

Die Kooperation wird die globale Entwicklung, Herstellung und Distribution des Impfstoffs ermöglichen

30. April 2020

AstraZeneca und die Universität Oxford kündigten heute eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung und weltweiten Distribution des potenziellen rekombinanten Adenovirus-Impfstoffs der Universität an, welcher eine Infektion mit SARS-CoV-2 und damit COVID-19 verhindern soll.

Die Kooperation zielt darauf ab, den Patienten den möglichen Impfstoff, bekannt als ChAdOx1 nCoV-19, zur Verfügung zu stellen, der von der Oxford Vaccine Group der Universität Oxford und dem Jenner Institute entwickelt wurde. Gemäß der Vereinbarung ist AstraZeneca für die Entwicklung und weltweite Herstellung und Distribution des Impfstoffs verantwortlich.

Pascal Soriot, CEO von AstraZeneca, sagte: „Da Covid-19 die Welt weiterhin in seiner Gewalt hat, besteht ein dringender Bedarf an einem Impfstoff zur Bekämpfung des Virus. Diese Kooperation vereint die herausragende Expertise der Universität Oxford im Bereich der Impfstoffentwicklung (Vakzinologie) mit den globalen Entwicklungs-, Herstellungs- und Vertriebskapazitäten von AstraZeneca. Wir hoffen, dass wir durch die Bündelung unserer Kräfte die weltweite Bereitstellung eines Impfstoffs beschleunigen können, um das Virus zu bekämpfen und die Menschen vor der tödlichsten Pandemie einer Generation zu schützen."

Mene Pangalos, Executive Vice President der BioPharmaceuticals R&D Einheit von AstraZeneca, sagte: „Die Universität Oxford und AstraZeneca blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit in der Entwicklung der Grundlagenforschung zurück und wir sind sehr gespannt darauf, gemeinsam mit dem Unternehmen die Entwicklung eines Impfstoffs voranzutreiben, um einer Infektion mit COVID-19 weltweit vorzubeugen. Wir freuen uns darauf, mit der Universität Oxford und innovativen Unternehmen, wie z.B. Vaccitech, im Rahmen unserer neuen Partnerschaft zusammen zu arbeiten.”

Alok Sharma, britischer Minister für Wirtschaft und Energie, sagte: „Diese Kooperation zwischen der Universität Oxford und AstraZeneca ist ein wichtiger Schritt, der dazu führen könnte, die Herstellung eines Coronavirus-Impfstoffs zu beschleunigen. Sollte der vom Jenner Institute der Universität Oxford entwickelte Impfstoff wirksam sein, wird er so zeitnah wie möglich zur Verfügung stehen und könnte Tausende vor dieser Krankheit bewahren.”

Professor Sir John Bell, Regius Professor für Medizin an der Universität Oxford, sagte: „Unsere Partnerschaft mit AstraZeneca wird noch viele Jahre lang eine wichtige Kraft im Kampf gegen Pandemien sein. Wir glauben, dass wir gemeinsam sehr gut aufgestellt sind, um mit der Immunisierung gegen das Coronavirus zu beginnen, sobald uns ein wirksamer zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht. Traurigerweise wird uns das Risiko neuer Pandemien stets begleiten. Durch unsere neue wissenschaftliche Partnerschaft könnten wir beim nächsten Mal, wenn wir vor solch einer Herausforderung stehen, besser vorbereitet sein und rascher reagieren."

Professor Louise Richardson, Vice Chancellor der Universität Oxford, sagte: „Wie alle meine Kollegen in Oxford erfüllt mich die Arbeit unseres exzellenten Teams aus Akademikern des Jenner Institutes und der Oxford Vaccine Group mit tiefem Stolz. Seine Arbeitsweise entspricht der besten Forschungstradition: Wissen zu vermitteln und es der Welt zur Verfügung zu stellen - diesem Auftrag fühlt sich die Universität Oxford seit Jahrhunderten verpflichtet. Wie alle Menschen im ganzen Land wünschen wir dem Team Erfolg bei der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs. Sollten es Erfolg haben, wird unsere Partnerschaft mit AstraZeneca sicherstellen, dass die britische Bevölkerung und die Menschen weltweit, insbesondere in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, vor diesem furchtbaren Virus so rasch wie möglich geschützt werden.”

Der potenzielle Impfstoff trat letzte Woche in die Phase I klinischer Studien ein. Jetzt wird die Sicherheit und Wirksamkeit an gesunden Freiwilligen im Alter von 18 bis 55 Jahren in fünf Studienzentren in Südengland untersucht. Daten aus der Phase-I-Studie könnten nächsten Monat vorliegen. Der Eintritt in klinische Spätphase-Studien soll bis Mitte dieses Jahres erfolgen.

ChAdOx1 nCoV-19
Entwickelt am Jenner Institute der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit der Oxford Vaccine Group, verwendet ChAdOx1 nCoV-19, einen viralen Vektor, der auf einer abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus (Adenovirus) basiert, welcher das genetische Material eines SARS-CoV-2 Spike-Proteins enthält. Nach der Impfung wird das Spike-Protein auf der Virusoberfläche gebildet, welches das Immunsystem darauf vorbereitet, an COVID-19 anzudocken, falls es zu einem späteren Zeitpunkt den Körper infiziert.

Der rekombinante Adenovirus-Vektor (ChAdOx1) wurde gewählt, um eine starke Immunantwort auf eine Einzeldosis zu erzeugen. Er ist nicht-replizierend, so dass er bei der geimpften Person keine dauerhafte Infektion verursachen kann. Mehr als 320 Personen wurde der Impfstoff, der mit dem ChAdOx1-Virus hergestellt wurde, bisher verabreicht und hat bisher ein ausgewogenes Sicherheitsprofil erwiesen,. wobei er in einigem Fällen vorübergehende unerwünschte Ereignisse, wie z. B. Fieber, grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen und Armprobleme hervorrufenkann.

AstraZeneca
AstraZeneca (LSE/STO/NYSE: AZN) ist ein globales, wissenschaftsgeleitetes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung verschreibungspflichtiger Medikamente konzentriert, schwerpunktmäßig in den sechs Therapiebereichen - Herz-Kreislauf, Niere und Stoffwechsel, Onkologie, Atemwegserkrankungen, Entzündungen und Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten und Impfungen sowie Neurowissenschaft. AstraZeneca mit seinem Hauptsitz in Cambridge, Großbritanien, agiert in über 100 Ländern und seine innovativen Medikamente werden von Millionen Patienten weltweit angewendet. Besuchen Sie unsere Website unter astrazeneca.com und folgen Sie dem Unternehmen auf LinkedIn und Twitter @AstraZeneca.

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AT-3457/05-2020