Weltdiabetestag 2019: Diabetes, die Gefahr liegt in der Zukunft

Spätfolgen sind die größte Gefahr des Diabetes. Erkenntnisse aus der Forschung verbessern laufend die Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes und seiner Folgeerkrankungen.

Wien, 14. November 2019. In Österreich sind zwischen 500.000 - 800.000 von Diabetes unmittelbar betroffen. Immer jünger werden die Patientinnen, die bei einer unzureichenden Behandlung an besonders schweren Verlaufsformen und Spätfolgen leiden könnten. Früherkennung und die laufend neuen Behandlungsoptionen verbessern aber laufend die Lebenserwartung und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes und dessen Folgeerkrankungen.
 

In Österreich sind zwischen 500.000 - 800.000 Personen unmittelbar von Diabetes mellitus betroffen. Zählt man die Zahl der Angehörigen mit, belastet diese Volkskrankheit einen beträchtlichen Teil der Österreichischen Familien.[i] „Rund 40.000 Menschen erhalten in Österreich pro Jahr die Diagnose Diabetes. Daher sind die Aufklärung und Bewusstseinsbildung rund um den Weltdiabetestag so wichtig!“ erklärt die Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, Univ. Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer, von der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, an der Medizinischen Universität Wien. „Österreichs Neuerkrankungen steigen im Unterschied zu anderen Ländern nach einem leichten Rückgang bei den über 50-Jährigen wieder an. Besonders besorgniserregend sind aber vor allem die steigenden Zahlen bei den jüngeren und die hohe Rate an Prädiabetes bei den jüngsten. Werden diese nicht früh diagnostiziert, müssen diese mit besonders schwerwiegenden Verlaufsformen und entsprechend schweren Folgeerkrankungen rechnen.“ warnt die Expertin.

Typ 2 Diabetes ist eine chronische, stetig voranschreitende Erkrankung, die in erster Linie mit Stoffwechselentgleisungen (Unterzuckerung oder massiven Blutzuckererhöhungen) einhergehen. Die große Gefahr liegt jedoch häufig in der Zukunft, denn die Spätfolgen können beinahe jeden Bereich des Körpers betreffen. Das sind konkret Krankheiten infolge von Schäden an den Blutgefäßen und am Nervensystem durch eine jahrelange schlechte Blutzuckerkontrolle. Sie entstehen meist in Verbindung mit anderen Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen. Diese Folgeschäden reichen von Augen- bis Nierenerkrankungen bis zu Herzinfarkt und Fußamputationen. [ii]

Menschen mit Diabetes besonders häufig von Herzerkrankungen betroffen

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind dabei die häufigsten Folgekomplikationen und die häufigste Todesursache bei Diabetespatienten. Das Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) ist bei Diabetikern zwei- bis viermal höher und bei Frauen sogar sechsmal höher als in der Allgemeinbevölkerung.[iii]

Besonders schlecht ist die Prognose für manifeste Herzinsuffizienz in der Altersgruppe der über 65-Jährigen: Wird eine Herzinsuffizienz bei diesen Diabetespatienten diagnostiziert, versterben 40% innerhalb von 5 Jahren.[iv] Es wird angenommen, dass fast die Hälfte der Typ 2 Diabetespatienten im Krankheitsverlauf eine Herzinsuffizienz entwickeln.[v] „Kardiovaskuläre Komplikationen bestimmen bei Patienten mit Diabetes Typ 2 maßgeblich ihre Morbidität und Mortalität.“ unterstreicht Kautzky-Willer.

Laufend neue Erkenntnisse aus der Forschung und eine frühe Diagnose verbessern Lebenserwartung und Lebensqualität

War in der Vergangenheit die Kontrolle des Blutzuckers der wesentliche Forschungsfokus für bessere Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes, so stehen heute mehr und mehr die Verhinderung der Folgeerkrankungen im Zuge des Diabetes im Mittelpunkt der Wissenschaft.

Aktuelle im Rahmen des Europäischen Kardiologen-Kongresses in Paris dieses Jahres präsentierte Studienergebnisse, zeigen beispielsweise, dass Herzinsuffizienz bzw. chronischer Niereninsuffizienz künftig besser therapiert werden könnten und auch Maßnahmen zur Vorbeugung mit der richtigen Medikation getroffen werden könnten.

„Die laufend neuen Behandlungsmethoden rund um den Diabetes bringen eine positive Perspektive für die Patientinnen und Patienten, da sie auch das Risiko für Folgeerkrankungen reduzieren. Grundlage für eine optimale Behandlung und Reduktion von Risiken für Spätfolgen des Diabetes ist jedoch die frühe Diagnose!“ betont Kautzky-Willer abschließend das Anliegen der Österreichischen Diabetes Gesellschaft für eine Intensivierung der Maßnahmen zur Früherkennung.

Über AstraZeneca

AstraZeneca ist ein globales, forschungsorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen.
Der besondere Fokus bei AstraZeneca ist auf die Behandlung kardiovaskulärer, metabolischer, respiratorischer, inflammatorischer, onkologischer und neurologischer Erkrankungen, sowie Autoimmunerkrankungen gerichtet. AstraZeneca ist weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten. Nähere Informationen finden Sie unter: www.astrazeneca.com

 

Kontakt AstraZeneca Österreich:
Karin Storzer
Communications Manager
karin.storzer@astrazeneca.com

 


[i] Schmutterer I., Delcour J., Griebler R. (Hrsg.). Österreichischer Diabetesbericht 2017. Wien: Bundesministerium  für        Gesundheit und Frauen, 2017.

[ii] Zeitbombe Zuckerkrankheit.Wascher, Pongratz; Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger

[iii] Gesundheitsbericht Diabetes 2018, Deutsche Diabetes Gesellschaft und diabetesDE. https://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitsbericht_2018.pdf. Abgerufen am 20.09.2018

[iv] Bertoni AG, Hundley WG, Massing MW, Bonds DE, Burke GL, Goff DC Jr. Heart failure prevalence, incidence, and mortality in the elderly with diabetes. Diabetes Care. 2004;27(3):699-703..

[v] American Diabetes Association. 10. Cardiovascular Disease and Risk Management: Standards of Medical Care in Diabetes—2019. Diabetes Care. 2019;42(suppl 1):S103-S112.