You are here
- Willkommen
- Gesundheit interessiert ALLE
- Erkrankungen
- Krebserkrankungen
Krebserkrankungen
Dickdarm-Mastdarmkrebs
-
Krebserkrankungen
- Mammakarzinom
- Prostatakarzinom
- Dickdarm-Mastdarmkrebs
- Wer leidet an einem Dickdarm-Mastdarm-Krebs?
Ein heimtückisches Leiden: Der Dickdarm-Mastdarm-Krebs (Kolorektal-Karzinom) gehört weltweit zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen, der beide Geschlechter gleich häufig betrifft, meist jenseits des 50. Lebensjahres auftritt und nur in Einzelfällen früher. Jährlich ist dieses Karzinom für rund 2.500 Todesfälle in Österreich verantwortlich.
Viele Menschenleben könnten gerettet werden, würden die Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen.
Warum Früherkennung?
Darmkrebs gehört zu jenen Krebsarten, bei denen es wirksame Methoden zur Früherkennung gibt, da er sich oft über viele Jahre aus Vorstufen, sogenannten Polypen, entwickelt. Diese kugeligen Vorwölbungen aus sich verstärkt teilenden Zellen können bei einer einfachen Darmspiegelung leicht erkannt und auch abgetragen werden.
Histologisch, d.h. feingeweblich unter dem Mikroskop, lässt sich dann klären: noch gutartig oder schon bösartig? Rechtzeitiges Abtragen kann die Wahrscheinlichkeit des Entstehens von Darmkrebs reduzieren. Leider ist eine Darmspiegelung (Koloskopie) mit gewissen Unannehmlichkeiten verbunden, so dass viele auf diese wichtige Vorsorgeuntersuchung verzichten.
- Warum entsteht Dickdarm-Mastdarm-Krebs?
Die genaue Ursache ist noch ungeklärt. In einigen Familien kommt es zu gehäuftem Auftreten, sodass für einen Teil der Erkrankungen genetische Ursachen verantwortlich gemacht werden können. Außerdem scheint ein bestimmtes Ernährungsverhalten förderlich zu sein wie:
- Übermäßiger Genuss von rotem Fleisch und Alkohol
- Konsum von Fett (speziell tierischer Fette)
- Kontakt mit krebserregenden Stoffen, wie sie beim Braten und Grillen von Fleisch (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) entstehen
- Was unternehmen zur Krebsfrüherkennung des Dickdarm-Mastdarm-Krebs?
Ab dem 40. Lebensjahr sollte ein Arzt jährlich den Mastdarm mit dem Finger untersuchen: Dabei wird der Enddarm ausgetastet, um Tumoren zu entdecken. Diese Methode ist einfach, kostengünstig und wenig belastend für den Patienten. Naturgemäß können nur Tumoren nahe am Darmausgang entdeckt werden. Zwar sind etwa 60 Prozent der Dickdarm-Karzinome im Rektum, das heißt nahe am Darmausgang, lokalisiert; Krebs, der weiter oben im Darm entsteht, bleibt mit dieser Methode aber unerkannt.
Ab dem 50. Lebensjahr sollte der Stuhl zusätzlich mit einem einfachen Test auf mit freiem Auge nicht sichtbare Blutbeimengungen untersucht werden.
Darmspiegelungen, mit denen größere Darmabschnitte beurteilt werden können, werden heute oft bei Risikogruppen, wie bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder in Risikofamilien durchgeführt.
- Wie wird ein Dickdarm-Mastdarm-Krebs behandelt?
Im Frühstadium
ist der wichtigste Bestandteil der Therapie die operative Entfernung des befallenen Darmabschnittes.Oft ist auch eine Strahlentherapie sinnvoll, besonders beim Mastdarmkrebs. In den meisten Fällen kann operativ der Schliessmuskelapparat erhalten und ein dauerhafter künstlicher Ausgang vermieden werden.
Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit einer Chemotherapie.
Das Ziel der interdisziplinären Therapie im Frühstadium ist es, die Überlebenszeit des Patienten zu verlängern und das Rückfallrisiko zu reduzieren. Bei der Mehrheit der PatientInnen ist eine dauerhafte Heilung möglich.
Im fortgeschrittenen Stadium
ist das vordergründige Ziel einer Therapie, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.Dazu gibt es auch die Möglichkeit, operativ vorzugehen, Röntgenstrahlen und Chemotherapie einzusetzen.
Die therapeutische Anwendung von Chemotherapeutika in der Tumortherapie basiert darauf, dass Tumorzellen – nicht wie gesunde Zellen – einer Wachstumskontrolle unterliegen. Tumorzellen wachsen unkontrolliert und zeigen eine gesteigerte Zellteilungsrate.
Chemotherapeutika (Zytostatika) hemmen das Wachstum von Zellen im Organismus bzw. führen zu deren Untergang.
Deswegen werden durch Chemotherapeutika zwar mehr Tumorzellen als gesunde Zellen geschädigt, leider kann aber das gesunde Körpergewebe nicht gänzlich von deren Wirkung verschont werden.
