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Asthma bronchiale
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Atemwege
- Asthma bronchiale
- COPD
- Chronische Bronchitis
- Allergische Rhinitis
- Nasenpolypen
- Wie entsteht Asthma?
„Asthma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Atemnot oder Kurzatmigkeit. Der Grund für diese durch eine akute Verengung der Atemwege hervorgerufene Erkrankung sind entzündlich geschwollene Schleimhäute der Luftwege, die vermehrt Schleim produzieren.
Bei andauerndem Reiz , wie z.B. Husten oder bei Kontakt mit Allergenen (Stoffe, die allergische Reaktionen auslösen können) zieht sich die Bronchialmuskulatur der Atemwege darüber hinaus zusammen. Das erschwert das Atmen und führt zu einer Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur. Luft gelangt zwar durch die verengten Atemwege noch in die Lungen, aber nur äußerst schwer wieder heraus.
Während eines Anfalls hat der Betroffene das beklemmende Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen oder sogar zu ersticken.
Typisch für dieses Krankheitsbild ist ein variabler Verlauf, d.h. Phasen höherer Symptomatik wechseln mit stabilen Phasen ab. Dies macht eine individuelle, maßgeschneiderte Therapie erforderlich.
- Wer leidet an Asthma?
Asthma ist eine chronische Erkrankung, die meist schon im Kindesalter auftritt. Etwa fünf Prozent der Erwachsenen sind davon betroffen und zirka zehn Prozent der Kinder leiden häufig unter dieser chronischen Entzündung der Atemwege. Grundsätzlich sind Männer häufiger betroffen als Frauen.
Tendenz steigend. Warum die Zahl der Erkrankungen in der westlichen Welt dramatisch ansteigt, lässt sich leider nicht zufriedenstellend beantworten. Offenbar begünstigen die Lebensgewohnheiten und Umweltbedingungen das Auftreten von Asthma, z. B. in der Stadt die erhöhte Belastung mit Luftschadstoffen.
- Warum sich die Atemwege verengen?
Die Atemwege von Asthmatikern reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize, die bei Gesunden keine Reaktionen auslösen.
Solche Auslöser können von außen kommen, das heißt „exogen“ sein oder von inneren - „endogenen“ - Faktoren bestimmt werden.
Deswegen wird das Asthma in zwei Untergruppen eingeteilt.
- Allergisches oder „extrinsic“ Asthma wird überwiegend durch von außen kommende, allergieauslösende Stoffe (Allergene) hervorgerufen.
- Infekt- oder „intrinsic“ Asthma wird, wenn sich von außen kommende Auslösefaktoren nicht eindeutig feststellen lassen, mehr durch Infekte ausgelöst.
Für den Asthmatiker ist es sehr wichtig, seine Art von Asthma zu kennen. Denn die wichtigste Maßnahme besteht in dem Versuch, alle Einflüsse zu vermeiden, die die Krankheit ausgelöst haben.
- Allergisches oder „extrinsic“ Asthma wird überwiegend durch von außen kommende, allergieauslösende Stoffe (Allergene) hervorgerufen.
- Sonderformen
Nächtliches Asthma
In den frühen Morgenstunden, etwa zwischen 2 und 4 Uhr, verengen sich auch im Normalfall deutlich die Atemwege – allerdings bei Asthma-Patienten sehr viel stärker als bei Gesunden.Um während der kritischen Nachtstunden einen ausreichenden Schutz zu haben, braucht man dafür Medikamente, die ausreichend lange wirken.
Belastungsinduziertes Asthma
Unter körperlicher Anstrengung verschlechtert sich die Lungenfunktion und erreicht fünf bis zehn Minuten nach dem Belastungsende ein Maximum. Unbehandelt dauert es 15 bis 60 Minuten, bis die Lungenfunktion wieder ihren Ausgangswert erreicht.Warum dies passiert, ist noch nicht vollständig geklärt. Mutmaßliche Auslöser sind Wärme- und vor allem Wasserverlust, was zum „Austrocknen der Atemwege“ führt.
Mindestens 90 Prozent aller Asthmatiker im Kindesalter haben nach körperlicher Anstrengung damit Probleme. Sind die Kinder medikamentös gut eingestellt, stellt die Teilnahme an Spiel und Sport keinen limitierenden Faktor dar, und sollte – in Absprache mit dem behandelnden Arzt – sogar aktiv gefördert werden.
Die Häufigkeit von Anstrengungsasthma nimmt im Laufe des Lebens ständig ab; bei über 60-jährigen ist es sogar ausgesprochen selten.
Auffallend ist, dass Spitzensportler in Ausdauersportarten besonders häufig an Anstrengungsasthma leiden.
- Was Sie tun können:
Alle Einflüsse vermeiden, die Asthma auslösen können, etwa den Kontakt mit Allergenen.
Wenn Kinder an Asthma leiden, sollte auf jeden Fall in der Wohnung nicht geraucht werden. Asthmatiker müssen ganz mit dem Rauchen aufhören.
Da trockene Luft die Bronchien reizt, sollten Räume, in denen Asthmatiker leben, eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent haben.
Bei Asthma und chronischer Bronchitis können Atemübungen, autogenes Training oder Ausdauersportarten wie Schwimmen sinnvoll sein, weil sie das Atmen erleichtern und Stress mindern können.
- Was Ihr Arzt tun kann:
Um Asthma zu diagnostizieren, wird ein Arzt zuerst andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, z. B. chronisch obstruktive Bronchitis (COPD), Keuchhusten, cystische Fibrose (Mukoviszidose), ausschließen und vor allem einen Lungenfunktionstest durchführen – mit und ohne körperlicher Anstrengung.
Je nach Schweregrad der Beschwerden werden unterschiedliche Medikamente in verschiedenen Dosierungen verschrieben. Bei akuten Asthma-Anfällen sind dies vor allem adrenalinähnliche Stoffe, um die Bronchien zu erweitern. Hier kommen entweder Bronchialsprays (Dosieraerosole) zum Einsatz, in denen der Wirkstoff vernebelt wird oder Trockenpulver-Inhalatoren.
Treten die Anfälle öfter als einmal pro Woche auf, wird meist die tägliche Inhalation von Glukokortikoiden (Kortisone) empfohlen, die die Reizbarkeit von Entzündungszellen (Mastzellen) in der Bronchialschleimhaut herabsetzen. Als antiallergische Mittel zur Vorbeugung von Asthma-Anfällen dienen Wirkstoffe, die mehrmals täglich als Bronchialspray oder Trockenpulver-Inhalator verabreicht werden.
